Leitbild

für das Diakonische Werk im Kirchenkreis Herford e.V.

In dir muß brennen, was du entzünden willst.
(Augustinus)

Das Diakonische Werk im Kirchenkreis Herford e.V. ist eine Einrichtung der Kirchengemeinden, des Kirchenkreises Herford und der im Kirchenkreis Herford ansässigen diakonischen Träger. Das Diakonische Werk Herford e.V. ist eine evangelisch kirchliche Einrichtung.

Folgende Aussagen verstehen wir als Grundlage, an der wir unsere Arbeit ausrichten.

Wir sind Kirche

„Die Kirche steht unter dem Auftrag, durch ihre Verkündigung, durch ihr Sein und Handeln die im Evangelium von Jesus Christus bezeugte Liebe Gottes der Welt mitzuteilen.“
(Leitlinien zum Diakonat, Art. 1, 1)

Diakonie ist Wesens- und Lebensäußerung der evangelischen Kirche.
Diakonie ist gelebter christlicher Glaube.
Diakonie macht sich stark für andere, sie ist gelebte Nächstenliebe und Hoffnung.

Wir orientieren unser Handeln an der Bibel

Wir fragen nach dem christlichen Menschenbild und verstehen den Menschen als Geschöpf und Ebenbild Gottes. Er hat daher seine unverlierbare Würde. Er ist auf Gemeinschaft und Solidarität angewiesen.

Die Bibel gibt uns Normen und Werte für unser menschliches Handeln. Diese sind im ständigen Prozess zu aktualisieren und werden zu einem Kriterium diakonischer Arbeit.

Unser Glaube spricht durch Taten. Er zeigt sich in der Art, wie wir tun, was wir tun.
Am Leben und Handeln Jesu erkennen wir, daß jeder Mensch in der Liebe Gottes angenommen ist, auch in Scheitern und Schuld.
Wir achten die Würde des Menschen.

Wir vertrauen auf die Zusage Gottes, daß alle Menschen geliebt werden.

Wir begegnen Hilfesuchenden in Achtung der Person.

Wir unterstützen sie auf ihrem Weg zu einer heileren Beziehung zu sich selbst, zu ihrer  familiären und gesellschaftlichen Umgebung und auch zu Gott.
In besonderer Weise setzen wir uns für diejenigen ein, deren menschenwürdiges Leben gefährdet ist.

Wir leisten Hilfe und verschaffen Gehör.

Wir sind dort, wo die Menschen uns brauchen.

Uns geht es sowohl um den Menschen in seiner persönlichen Situation als auch in seinem sozialen Umfeld. Das kann bedeuten, daß wir schwächere Mitbetroffene in den Vordergrund unserer Aufmerksamkeit nehmen.

Wir lassen uns berühren von der Not unserer Nächsten und helfen engagiert, angemessen,
professionell und im Wissen um unsere Möglichkeiten und Grenzen.

Als Gebende sind wir auch Empfangende, als Helfende sind wir auch Hilfsbedürftige. In der Begegnung mit Hilfesuchenden können Persönlichkeit und Glaube auf beiden Seiten wachsen und reifen.

Energie und Orientierung für unsere Arbeit erhalten wir im Dialog: im Gespräch und in der
Auseinandersetzung mit Menschen, im Kollegium und mit Gott.

Wir sind eine Dienstgemeinschaft.

Wir schaffen ein Arbeitsklima, das von gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist, von Akzeptanz und Toleranz.

Konflikte und Kritik nutzen wir als Chance, um unsere Arbeit zu verbessern. Durch gegenseitige Information fördern wir Vertrauen und Transparenz.

Wir sorgen für klare und durchschaubare Strukturen und unterstützen uns in unserer Arbeit.

Durch Aus-, Fort-, Weiterbildung und Supervision sichern wir die Qualität unserer Arbeit.

(August 1999)