Rückschau: Lesung mit Hasnain Kazim

Lesung mit Bestseller-Autor großer Erfolg

Auf ein – unter Corona-Bedingungen – ausverkauftes Atrium des Elsbach-Hauses in Herford konnte der Journalist und Bestseller-Autor Hasnain Kazim bei seiner Lesung und der anschließenden Diskussion mit den Teilnmehmenden blicken. 

Dazu eingeladen hatten die Integrationsagenturen mit Servicestellen Antidiskriminierungsarbeit vom Diakonischen Werk im Ev. Kirchenkreis Herford e.V. und dem Dt. Roten Kreuz Kreisverband Herford Stadt sowie die Buchhandlung Auslese.

Frühzeitig war Hasnain Kazim aus Wien am Vortag der Lesung angereist, um dem Streik bei der Dt. Bahn aus dem Weg zu gehen und die Stadt an Werre und Aa kennenzulernen.

Der gebürtige Niedersachse (Oldenburger) Kazim plädiert und streitet in seinen Büchern für eine engagierte, wehrhafte Demokratie, in der Hass und Diskriminierung, Menschenverachtung und Ausgrenzung keinen Platz haben.

Kazim las aus seinen Büchern „Post von Karlheinz“ und „Auf Sie mit Gebrüll! … und mit guten Argumenten.“.

Er nahm die Hörenden dabei mit auf eine Reise zu seinen Wortwechseln mit wütenden, manchmal hasserfüllten Leserbriefschreibenden und zeigte auf, wie gewinnbringend und manchmal auch unterhaltsam manche heftige Auseinandersetzung sein kann.

Kazim verwies darauf, dass die richtigen Argumente und der engagierte Streit in einer Demokratie nötig seien, um dumpfem Hass und platten Parolen Einhalt zu gebieten.

„Das Mehrheitsprinzip“, so Kazim, „ist das Kennzeichen der Demokratie. Man tauscht Argumente aus, diskutiert, debattiert, streitet, und am Ende stimmt man ab. Die Mehrheit entscheidet. Klingt einfach …

Aber ganz so einfach ist es auch wieder nicht. Es gibt nämlich Dinge“, so Hasnain Kazim weiter, „die in einer Demokratie unverhandelbar sind.“

„Der erste Satz des Artikels 1 des Grundgesetzes zum Beispiel gilt ausnahmslos: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Wer also Menschen „an den Galgen“ oder „in die Gaskammer“ wünscht, wie mir manchmal Leute schreiben, oder wer sich nach der Wiedereinführung von Folter oder Todesstrafe sehnt, bewegt sich jenseits der Grenze, die dieser allererste Satz des Grundgesetzes zieht.“

Kazim war auch an diesem Herforder Lese- und Gesprächs-Abend ein Aufklärer im besten Sinne des Wortes: klar in seinen Aussagen, positioniert für eine wehrhafte Demokratie streitend, mit dem Glauben an die Macht des besseren Arguments und der Hoffnung auf unsere menschliche Lernfähigkeit.

Gefördert wurde die Veranstaltung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

Herford, 02.09.2021

Bildnachweis: Jörg Lange, Diakonisches Werk Herford

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