Suchtvorbeugung

Suchtvorbeugende Arbeit im Kreis Herford

Sucht hat immer eine Geschichte. Diese Geschichte fängt nicht mit der ersten Einnahme einer Droge an und hört nicht mit deren Absetzen oder Ersetzen auf. Es gibt nicht das Rezept zur Verhinderung von Sucht, daher bieten wir vielfältige Inhalte, Projekte und Programme an. 

Unser Angebot richtet sich an Kindergärten, Schulen, Betriebe, Vereine und Gemeinden.

Inhalt
Kontakt

Verwaltung
Sylvia Ellersiek
Tel: 05221 5998-81
suchtberatung@dw-herford.de

Ansprechpartner
Uwe Holdmann
Diakon, Dipl. Soz.Päd., zertifizierter Trainer zur Nikotinentwöhnung
Tel: 05221 5998-61
uwe.holdmann@dw-herford.de

Sprechzeiten

zur Zeit nur nach Vereinbarung.

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Eigenständig werden 1-4 (für Grundschulen)

EIGENSTÄNDIG WERDEN 1–4 begleitet die Kinder durch die gesamte Grundschulzeit. Mit vielfältigen Methoden erlangen die Kinder Wissen über ihren Körper, über Gefühle, Bewegung, Entspannung und Kommunikation. Sie erweitern kontinuierlich ihre Kompetenzen, wie sie dieses Wissen im Alltag umsetzen können.

 

Eigenständig werden

  • ist ein evaluiertes Präventionsprogramm,
  • wurde aufgenommen in die „Grüne Liste Prävention“, einer Datenbank empfehlenswerter Präventionsprogramme
  • bietet ein komplett ausgearbeitetes Unterrichtsmanual, das kostenfrei an die Schulen abgegeben wird

 

 

Mit EIGENSTÄNDIG WERDEN 5+6 steht für die Klassenstufen 5 und 6 ein Unterrichtsprogramm zur Verfügung, das die Kinder und Jugendlichen auf dem Weg zu starken Persönlichkeiten unterstützt und nachhaltig fördert.

 

 

WWW.EIGENSTAENDIG-WERDEN.DE bietet Ihnen weitere Informationen zum Programm, Einblicke in den Unterricht u. v. m.

Die Fachstelle Suchtvorbeugung bietet als zertifizierter Trainer interessierten Grundschulen und weiterführenden Schulen eine Einführung an. Dies erfolgt über eine 2-tägige Fortbildung für Lehrkräfte.

Freunde-Programm

Das Team der Fachstelle Suchtvorbeugung hat sich als Freunde-Trainer/In ausbilden lassen um pädagogische Kräfte aus den Kitas fortbilden zu können.

 

FREUNDE stärkt mit seinen pädagogischen Vorhaben (Mit viel Gefühl, Selber-mach-Tag, Ein Platz zum Streiten, Insel der Ruhe, Kinder reden mit) die Lebens Kompetenzen und das Selbstbewusstsein der Kinder. Erreicht wird dies durch ein Fortbildungsprogramm für pädagogisches Fachpersonal in Kindertageseinrichtungen, eine Verstärkung der Zusammenarbeit mit Eltern und eben der Einführung von den pädagogischen Vorhaben.

Bisher wurden 30 Kitas im FREUNDE-Programm fortgebildet. Wir freuen uns über Schulungsanfragen aus dem Kreis Herford.

 

Uwe Holdmann und Eva Liesche schulten Mitarbeitende aus drei Kindergärten in Trägerschaft des Kirchenkreises Herford. Die Kita-Leiterinnen Maria Truschkowski (Kita Gossner), Karin Helmich (Kita Oberlin), Christine Limberg (Kita Schwenningdorf) freuen sich zusammen mit den Mitarbeiterinnen der drei Einrichtungen über die neuen Anregungen für den Berufsalltag.

Glüxxbox

Die Glüxxbox enthält erprobte Methoden zur Glücksspielprävention für den Einsatz in Schulen (ab Jahrgang 8) und Jugendeinrichtungen.

Die Glüxxbox kann, nach einer Einführung in die Arbeitsmaterialien und Methoden, nach Rücksprache mit der Präventionsfachkraft kostenfrei entliehen werden.

HaLt

„Hart am Limit“ (HaLT) ist ein erfolgreiches Bundesmodellprojekt, das darauf abzielt, auf kommunaler Ebene durch Information und Prävention eine erhöhte Nachdenklichkeit zum Thema Alkoholkonsum unter Jugendlichen zu fördern. Zugleich unterstützt HaLT die Einhaltung des Jugendschutzes.

HaLT reagiert, wenn Kinder oder Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die HaLT-Fachkräfte der Fachstelle Suchtvorbeugung bieten Hilfe für Jugendliche und ihre besorgten Eltern an: Information, Beratung und bei Bedarf weiterführende Hilfen.

In Kooperation mit der Kinderklinik Herford wird das HaLT-Projekt seit einigen Jahren im Kreis Herford erfolgreich umgesetzt.

Zum Ablauf

Erfolgt die Einlieferung eines minderjährigen Kindes mit Alkoholvergiftung in die Herforder Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, wird den Erziehungsberechtigten vom Krankenhauspersonal das kostenlose HaLT-Angebot empfohlen. Eben diesen Vorfall mit den Mitarbeitenden der Fachstelle Suchtvorbeugung zu überdenken.

 

Localize it

EU-Projekt “Localize It!”

Lokale Strategien zur Minderung des schwerem Alkoholkonsum von Minderjährigen.

Wir haben uns sehr gefreut, als bei der Fachstelle für Suchtvorbeugung Herford die Anfrage einging, ob wir deutscher Vertreter bei dem europäischen Suchtpräventionsprojekt „Localize It!” sein wollen.

Durch zwei vorangegangene EU-Projekte, die  – wie auch Localize It! – durch die Koordinationsstelle Sucht des LWL entwickelt wurden, haben wir sehr gute Erfahrungen mit der länderübergreifenden Zusammenarbeit über suchtvorbeugende Ansätze gesammelt. Daher haben wir gerne zugesagt. Zumal wir die Anfrage als Wertschätzung unserer Arbeit deuten und der Kreis Herford vom neuen Projekt sicherlich profitieren wird.

Hinter dem Namen „Localize it” steckt folgende Idee.

Zur Reduzierung von Rauschtrinken (Binge drinking) und dem Alkoholkonsum von Minderjährigen, ist es sinnvoll, die Präventionsmaßnahmen genau dort durchzuführen, wo der Konsum von Alkohol tatsächlich stattfindet und die damit verbundenen Probleme auftreten – auf der lokalen Ebene. Daher müssen diese Maßnahmen auch von möglichst bürgernahen Behörden und Akteuren getragen und unterstützt werden.

Eine umfassende lokale Alkoholstrategie hat sich mehrfach als vielversprechender Ansatz bewährt. Zum einen liegt es in der Verantwortung der Kommunen, auf lokaler Ebene gesundheitspräventive Maßnahmen durchzuführen und zum anderen haben sie auch die entsprechenden Handlungsmöglichkeiten für die Umsetzung einer lokalen Alkoholstrategie.

Vor diesem Hintergrund wurde „Localize It!“ entwickelt. Im Rahmen des Projekts werden jeweils zwei ausgewählte Kommunen in AT, BE, CY, CZ, DE, EL, IT, NL, LU, PT und SK dabei unterstützt, maßgeschneiderte lokale Alkoholstrategien zu entwickeln und umzusetzen.

Das EU-Projekt wird in den Kommunen Bünde und Enger umgesetzt. Im Projekt werden sieben verschiedene Settings der Alkoholprävention betrachtet: Elternarbeit (1), Schulen (2), Kinder aus suchtbelasteten Familien (3), Alkohol im öffentlichen Raum (4), Party Szenen, Festivals, Handel und Gastronomie (5) sowie Flüchtlinge (6) und Alkohol im Straßenverkehr (7). Für jedes Setting werden zunächst Good Practice-Ansätze erhoben, bewertet und im Rahmen einer Europäischen Konferenz ausgetauscht und diskutiert.

Runde Tische werden in jeder der Kommunen gebildet, die Akteure aus verschiedenen relevanten Bereichen zusammenbringen und die sich basierend auf Umfrage-Ergebnisse in ihrer Kommune für zwei der sieben Settings entscheiden. Mit den runden Tischen werden dann auch konkrete Aktionspläne entwickelt und umgesetzt.

 

Abschlusskonferenz in Portugal, September 2019.

Leben ohne Qualm (LoQ)

Leben ohne Qualm

NRW fördert das Nichtrauchen.

 

Ziel der Initiative “Leben ohne Qualm” (LoQ) ist die Förderung des Nichtrauchens und die Verringerung des Tabakkonsums von Kindern und Jugendlichen. “Leben ohne Qualm” ist ein Angebot zur Gesundheitsförderung und Suchtprävention in Nordrhein-Westfalen und ein Modul der Landeskampagne “Sucht hat immer eine Geschichte”

Materialbestellung unter www.loq.de

Rauchfreie Schule

Folgende Aktionen wurden bereits erfolgreich im Kreis Herford durchgeführt:

  • „Lass einen los” Aktion zum WELTNICHTRAUCHERTAG am 31. Mai (Luftballonstart).
    Aktivitäten an der Hauptschule Herford, Erich-Kästner-Gesamtschule Kirchlengern und dem Gymnasium Enger.
  • „HipHop-Workshops“ Aktionen an der Erich-Kästner-Gesamtschule Bünde und Kirchlengern
  • LoQ-Plakataktionen an vielen weiterführenden Schulen
  • Preisverleihung „Rauchfrei Schule“ an die Geschwister-Scholl-Realschule Herford 2016
  • Eure Zeilen gegen Qualm – Hip Hop Wettbewerb Preisverleihung an die Weser-Sekundarschule Vlotho 2019

 

Motivierende Gesprächsführung (Move)

Motivierende Gesprächsführung – Was ist MOVE?

MOVE ist eine dreitägige Fortbildung in „Motivierender Gesprächsführung“ und richtet sich an Kontaktpersonen von Menschen, die ein ungesund-ungünstiges Verhalten leben wie z.B. Sucht. Ziel ist die Förderung ihrer Änderungsbereitschaft sowie Begleitung und Stützung im Veränderungsprozess.

MOVE vermittelt Grundhaltung, Basiswissen und Basisfertigkeiten der „Motivierenden Gesprächsführung“. und nutzt als strukturgebenden roten Faden das Modell der Verhaltensänderung nach Prochaska und DiClemente.

Leitlinie

Viele Fachkräfte im psychosozialen Bereich müssen Entscheidungen treffen zwischen der Fürsorge für ihre Klient/innen und dem Zulassen von Autonomie und eigenen Entscheidungen. Das ist oft ein schwieriger Spagat, den die Motivierende Gesprächsführung mit ihrer Haltung entschärfen kann und somit zur Entlastung der Fachkräfte beiträgt.

MOVE in Nordrhein-Westfalen

MOVE wird in Nordrhein-Westfalen gefördert vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter. Die Koordination erfolgt über GINKO-Mühlheim. Wenn Sie mehr über MOVE wissen möchten und in NRW tätig sind, finden Sie weitere Informationen unter Termine.

Die Mitarbeitenden der Fachstelle Suchtvorbeugung sind seit vielen Jahren ausgebildete und erfahrene MOVE-Trainer. Die Schulung kann auch als Inhouse-Veranstaltung in den Institutionen durchgeführt werden.

Präventionskoffer Alkohol

Der „Methodenkoffer Alkoholprävention” enthält erprobte Methoden zur Alkoholprävention für den pädagogischen Einsatz mit unterschiedlichen Zielgruppen.

Der „Methodenkoffer Alkoholprävention“ kann von Schulen, Jugendzentren und anderen Institutionen nach Rücksprache bei der Fachstelle für Suchtvorbeugung kostenfrei ausgeliehen werden. Eine kurze Einführung (Schulung) in den Koffer empfehlen wir.

 

Präventionskoffer Drogen

Der Präventionskoffer „Stark statt breit” enthält erprobte Methoden zur Cannabisprävention für den pädagogischen Einsatz mit unterschiedlichen Zielgruppen.

Der Methodenkoffer kann von Schulen, Fahrschulen, Jugendzentren und anderen Institutionen nach Rücksprache bei der Fachstelle Suchtvorbeugung kostenfrei ausgeliehen werden. Eine kurze Einführung (Schulung) in den Koffer empfehlen wir.

 

realize-it!

Kiffst Du zu viel und zu häufig? Willst Du weniger kiffen oder mit dem Kiffen aufhören? Wir unterstützen Dich!

Wir bieten Dir:

Fünf Einzelgespräche und ein Gruppentreffen. Melde Dich bei Interesse oder frage die Mitarbeitenden der Drogenberatungsstelle.

Wir stehen unter Schweigepflicht. Du kannst anonym bleiben. Die Beratung kostet nichts.

Rauchfrei

Rauchfrei! – Kurse

Einstieg in den Ausstieg – Rauchfrei werden!

Sie rauchen? Sie wollen oder müssen mit dem Rauchen aufhören? Sie brauchen dabei Hilfe?

Dann melden Sie sich für einen unserer Kurse an. Die Krankenkassen übernehmen einen Teil der Kosten.

Take Care

„Take Care” – Strategien für einen verantwortungsbewussten Alkoholkonsum bei Jugendlichen in Europa. Ein Präventionsprojekt unter Beteiligung von 10 europäischen Partnereinrichtungen.

Das Innovative – der Mehrebenenansatz:

Wir gehen davon aus, dass Interventionen besser wirken, wenn bei verschiedenen Zielgruppen gleichzeitig angesetzt wird. Die Jugendlichen werden trainiert, um sie in ihrer Risikokompetenz zu stärken. Eltern und sogenannte Schlüsselpersonen (wichtige Kontaktpersonen von Jugendlichen) erhalten Unterstützung, um eine klare und reflektierte Haltung gegenüber dem Gebrauch von Alkohol zu entwickeln.

Einzelhändler und ihre Beschäftigten in der Region erhalten Schulungen bezüglich alltäglicher Verkaufssituationen und der Einhaltung der gesetzlichen Regeln zum Alkoholverkauf.

Projektziel und Zielgruppen

Das generelle Ziel des Projekts TAKE CARE ist die Reduzierung des Alkoholkonsums sowie der durch Alkohol verursachten gesundheitlichen Schäden bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Hauptzielgruppe sind junge Menschen im Alter von 12 bis 21 Jahren, die durch riskanten Alkoholkonsum auffällig geworden sind.

Zusätzlich werden weitere Zielgruppen angesprochen, die wichtigen Einfluss auf das Konsumverhalten von Jugendlichen haben: Eltern, Schlüsselpersonen und Verkaufspersonal. Einerseits sollen Jugendschutzbestimmungen zur Abgabe von alkoholischen Getränken eingehalten werden; andererseits werden Jugendliche und junge Erwachsene unterstützt, verantwortungsbewusst mit Alkohol umzugehen.

Im Kreis Herford wurde dieses Projekt in Vlotho und der Innenstadt von Herford umgesetzt.